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Krankenseelsorge
1. Krankenkommunion
Von Jesus lesen wir in der Heiligen Schrift, dass er die Kranken segnete und heilte. Er, der Heiland suchte die Gemeinschaft mit den Kranken und Schwachen, um ihnen nahe zu sein, sie zu trösten und zu stärken.
Diesem Beispiel Jesu folgten seine Jünger. So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen der Kirche den Liebesdienst an den Kranken und Schwachen. Die Pfarrgemeinde setzt ein besonderes Zeichen der Zusammengehörigkeit, wenn der Priester die Krankenkommunion bringt.
Durch die Krankenkommunion – Kommunion heisst ja Gemeinschaft – spüren unsere Pfarrangehörigen, die wegen Altersschwäche oder Erkrankung zum Gottesdienst nicht kommen können, dass sie zur Gemeinschaft der Glaubenden gehört.
Die Krankenkommunion wird in Cham St. Josef am Herz–Jesu–Freitag (1 .Freitag im Monat) und in Untertraubenbach in der zweiten Woche des Monats gespendet.
Im Gotteslob findet sich unter 974 13 eine Hilfe zur Feier der Krankenkommunion.
Beim Bedarf melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
2. Krankensalbung
Im Jakobusbrief schreibt der Apostel: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten (d.h. die Priester) der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jak 5,14-15)
Ein Kranker steht in seiner Leidenssituation dem leidenden Herrn in besonderer Weise nahe. In dieser herausfordernden Situation seiner Nachfolge soll der kranke Mensch nicht allein gelassen sein.
Das Gebet der Kirche bringt dem Kranken Heil. Der Herr, der um das Leiden weiß, weil er selber furchtbar gelitten hat, will dem Kranken ganz nahe sein und ihn aufrichten.
Der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung soll den Kranken in besonderer Weise mit Christus (= Gesalbter Gottes) verbinden.
Darum soll der Kranke in jeder ernsten Krankheit das Sakrament der Krankensalbung empfangen, um so die stärkende Nähe des Herrn zu erfahren. Das Sakrament der Krankensalbung soll den Kranken aufrichten.
So heißt es bei der Salbung: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“
Das Sakrament will den Kranken heilen und stärken. Das „Aufrichten“ hat eine doppelte Bedeutung: die Genesung und nach dem Hinscheiden die Auferstehung.
Die besonderen Gnadenwirkungen dieses Sakramentes sind:
- die Vereinigung des Kranken mit dem Leiden Christi für sein eigenes Heil und das der ganzen Kirche
- Trost, Friede und Mut, um die Leiden der Krankheit oder des Alters zu ertragen
- die Vergebung der Sünden, falls der Kranke sie nicht durch das Bußsakrament erlagen konnte
- die Genesung, falls dies dem Heil der Seele zuträglich ist
- die Vorbereitung auf den Hinübergang in das ewige Leben
3. Wegzehrung
Die Kirche bietet den Kranken in unmittelbarer Todesgefahr die Eucharistie (hl. Kommunion) als Wegzehrung, als Stärkung für die letzte Reise an.
Im Moment des Hinübergangs zum Vater hat die Kommunion (= Gemeinschaft) mit dem Leib und Blut Christi eine besondere Bedeutung und Wichtigkeit.
Sie ist Same des ewigen Lebens und Kraft zur Auferstehung, denn Jesus sagt:
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“ (Joh 6,54).
Gebet
Vater im Himmel, es will mir noch nicht gelingen, diese Krankheit anzunehmen.
Ungeduldig warte ich darauf, wieder gesund zu werden.
Hilf mir, dass ich zur Ruhe komme und erkenne, dass du es so willst.
Vielleicht ist diese Zeit ganz heilsam für mich.
Ich kann mich wieder auf dich besinnen und fragen, was du mit mir vorhast.
Zeig mir, was ich in meinem Leben ändern, was ich geduldiger und liebevoller tragen soll.
Zeig mir auch den Unfrieden meines eigenen Herzens und hilf mir, ihn zu überwinden.
Gib mir deinen Frieden.
Lass mich wieder Hoffnung haben und durch meine Hoffnung anderen Mut machen. (GL 10 / 3)
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