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Im Jahre 1569 wurde die Schlossanlage grundlegend erneuert und erweitert. Wie Katzberg damals aussah, zeigt uns der Stich des bayerischen Hofkupferstechers Michael Wening aus dem Jahre 1723 – die älteste bildliche Darstellung des Ortes. Man erkennt das pyramidenförmige Dach des Kirchturms, den hölzernen Übergang vom Schloss und einen Ziehbrunnen im Schlosshof. Im Jahre 1817 fertigte Joseph Rudolf Schuegraf eine Federzeichnung, die uns das Schloss und die Kirche Katzberg von der anderen Seite zeigt. Danach war die Anlage talwärts, nach Katzbach zu, mit einer gewaltigen Ringmauer befestigt, bergwärts sollte der Wehrturm vor Angriffen schützen.
Am 20. Mai 1874 abends um 6 Uhr brach in Katzberg ein verheerender Brand aus, dem in kurzer Zeit neun Häuser, das Schloss und die Lehrerwohnung zum Opfer fielen. Durch den hölzernen Übergang geriet auch der Dachstuhl der Kirche und der Turm in Brand. Die Glocken stürzten in den Kirchenraum und zertrümmerten den Altar.
Bei der Wiederherstellung der Kirche erhielt der Kirchturm das Spitzdach, wie wir es heute kennen. Der Hochaltar mit den Holzfiguren von St. Sebastian und St. Jakobus ist seither klassizistisch; aus der Barockzeit (um 1720) stammen die Kanzel mit den vier Evangelisten – mit modernen Veränderungen – und das Ölbild des heiligen Georg über dem Hochaltar. Bei der Kirchenrestaurierung 1983 stieß man auf Stilelemente der Romanik, der Gotik und Renaissance. Ebenfalls wurden zwei gotische Sakramentshäuschen freigelegt und Reste von Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten.
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