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Jesus ist der Herr! - Dieses aelteste Bekenntnis des Glaubens an Jesus als Messias ist unser Jahresthema 2011-12.
 

Das Sakrament der Taufe

Tauffeier in St. Martin: Pressebericht (bw-e, 18.08.11)

 

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung.

Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist nicht nur von Worten geprägt, sondern auch durch symbolische Handlungen, die zu leibhaftigen Begegnungen mit Gott führen. Sakramente sind besondere Heilszeichen, Zeichen der Nähe Gottes. Die Spendung und der Empfang der Sakramente setzen den Glauben voraus.

Ihren Ursprung haben die Sakramente im Handeln Jesu Christi. Das, was Jesus damals gelehrt und bewirkt hat, wird in unserer Lebenswirklichkeit lebendig.

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Was versteht die katholische Kirche unter der Taufe?

  • Die Taufe zählt neben der Firmung und Kommunion zu den Sakramenten der christlichen Initiation, der Einführung in das Christsein. Die Taufe ist Voraussetzung für den Empfang weiterer Sakramente.
  • Taufen bedeutet ins Wasser „eintauchen“. Der Täufling wird in den Tod Christi eingetaucht und ersteht mit ihm, dem Auferstandenen  als eine »neue Schöpfung« (2 Kor 5,17). Taufe wird im Neuen Testament auch »Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist« (Tit 3, 5) oder »Erleuchtung« genannt, denn die Getauften werden »Kinder des Lichts« (Eph 5, 8).
  • Schon in Alten Bund gab es verschiedene Vorzeichen der Taufe, z.B. den Durchzug durch das Rote Meer, der Israel aus der ägyptischen Knechtschaft befreit, oder die Überschreitung des Jordan, die Israel in das verheißene Land führt - ein Bild für das ewige Leben. Diese alttestamentlichen Vorzeichen führt Jesus Christus zur Vollendung. Nach seiner Auferstehung gibt er den Aposteln die Sendung:
  • »Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes« (Mt 28, 19).
  • Da wir durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden, gehört die Tauffeier in die Mitte des Gemeindelebens. Deshalb ist die Taufe weder eine private Angelegenheit noch ausschließlich ein Familienfest, sondern ein Ereignis, das die ganze Pfarrei betrifft.

Was bewirkt die Taufe?

Durch die Taufe

    • wird die Erbsünde vergeben
    • werden die persönlichen Sünden und die Sündenstrafen vergeben (bei einem Erwachsenen)
    • gehören wir zu Christus (unauslöschliches Siegel Christi)
    • haben wir Anteil am göttlichen Leben der Dreifaltigkeit
    • werden wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen
    • haben wir Anteil am Priestertum Christi
    • entsteht die Grundlage der Gemeinschaft mit allen Christen
    • werden uns die göttlichen Tugenden und die Gaben des Heiligen Geistes gespendet.
  • Das Sakrament der Taufe hat also eine ganz entscheidende Bedeutung für unser christliches Leben. Die Entscheidung für die Taufe bedeutet zugleich eine Entscheidung für Jesus Christus und für den Weg, den er uns vorgelebt hat.

Was müssen Sie vor der Taufe Ihres Kindes tun?

  • Im Pfarrbüro sollen Sie die Taufe persönlich anmelden. Bringen Sie bitte die Geburtsurkunde des Täuflings mit.
  • Bei der Anmeldung im Pfarrbüro erfahren Sie, wann die nächsten Taufgottesdienste stattfinden.
  • Einer der beiden Priester meldet sich bei Ihnen, um einen Termin für das Taufgespräch zu verabreden.
  • Beim Taufgespräch sollten auf jeden Fall beide Elternteile dabei sein und wenn es möglich ist, auch der Taufpate oder die Taufpatin.
  • Schon im Vorfeld können Sie sich Gedanken über die Gestaltung der Tauffeier z.B. Fürbitten, Lieder, Bibeltext, Taufspruch machen. Beim Taufgespräch wird dies dann festgelegt. Hier sind einige Vorschläge (bitte klicken Fürbitten und Taufsprüche).
  • Nach der Tauffeier sollen Sie Ihr Stammbuch ins Pfarrbüro bringen, damit die Taufe Ihres Kindes eingetragen wird.
  • Wer darf Taufpate sein?

Taufpate darf jede/r sein,

    • der das sechzehnte Lebensjahr vollendet hat,
    • der gefirmt worden ist und der der katholischen Kirche angehört (Patenschein erforderlich),
    • der  ein Leben führt, „das dem Glauben und der zu übernehmenden Aufgabe entspricht.“
  • Ein Getaufter aber, der zu einer nichtkatholischen Gemeinschaft gehört, kann zusammen mit einem katholischen Paten als Taufzeuge zugelassen werden. Ist jemand aus der Kirche ausgetreten, darf er weder Pate noch Taufzeuge sein.